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Einfach Mama.

Mein Kind hat die ersten Minuten seines Lebens auf dieser Welt nicht mit mir verbracht. Ärzte und Schwestern haben dafür gesorgt, dass er lebendig in dieser Welt ankommt, dass es ihm gut geht. Sie haben sich gekümmert und waren da. In dieser ersten Minute also, sind Ärzte und Schwestern ein Teil unseres Lebens geworden. Ich musste lernen abzugeben. Sie haben versorgt und alles in ihrer Macht stehende getan, damit es meinem kleine Sohn gut geht. Ich saß daneben. Ich konnte nichts anderes tuen, ausser dabei zu sein. Ich hatte ich die ersten Tage nicht viel zu tuen, nicht viel zu entscheiden oder zu helfen. Ich bin eine der Mütter, die das Leben und Wohlergehen ihres Kindes in die Hände fremder Menschen legen musste. Die erst einmal nur zuschaut, statt zu halten und zu schützen. Statt zu füttern und zu wickeln. Ich musste mein „Muttersein“ runterfahren, mein ganzes Tuen und Handeln basierte nicht mehr allein auf meinen Entscheidungen, meinem Instinkt. Was ist der nächste Schritt? Wann wird die Nahrung gesteigert, wann atmet er gut genug um …

Drei Jahre.

Ich, also wir, haben einen Schwerbehindertenausweis beantragt für unseren Sohn. Wir haben ebenfalls Pflegegeld und, damit verbunden, natürlich eine Pflegestufe beantragt. Nach drei Jahren. „Hallo. Mein Name ist Jutta und mein jüngstes Kind ist behindert.“ Wir haben tatsächlich ein behindertes Kind. Nach dem Besuch unserer wirklich netten Beihilfekoordinatorin ( ich weiß gar nicht, ob dies die korrekte Berufsbezeichnung ist ) und dem Gespräch mit unserem Kinderarzt, war ich total hin- und her gerissen. So eindeutig sind seine Handicaps. Keiner von beiden hat überlegen müssen, ob das wirklich „notwendig“ ist oder dem Kleinen und uns wirklich zusteht. Es ist nicht so, dass ich betriebsblind bin und nicht sehe, dass es er in vielen, vielen Dingen nicht das kann, was Dreijährige in der Regel heute können. Aber er passt so gar nicht in das Bild, welches ich von einem behinderten Kind hatte. Meine Vorstellung von einem Leben mit einem behinderten Kind, haben mit der Realität in der wir jetzt leben absolut nichts zu tuen. Behinderungen, Handicaps oder wie auch immer man es nennen mag, haben viele Gesichter. …

kindergarten.

Wir haben eine Kindergartenplatz! Juchhe und Oh ne.Es war nicht mein erstes Mal. Und irgendwie dann doch. Die Suche nach dem Platz. Dieses Mal war die Sache mit dem Kindergarten für mich eine schwierige Geburt. Den ersten Kindergarten habe ich vor 19 Jahren (!) für meine ältesten Sohn gesucht, die Kleineren gingen dann alle in die gleiche Einrichtung und Unterstützung hatten wir zusätzlich noch von einer Kinderfrau. Der Kindergarten war seinerzeit der Einzige, der einen Platz für meinen Sohn hatte, es war genau eine Woche bevor ich wieder anfing zu arbeiten. Der Druck war gross. Ich weiß noch wie glücklich ich über die Zusage damals war… Ich blicke mittlerweile auf 11 Jahre Kindergartenzeit und unzählige Laternen zurück. Diesmal war das erste Problem, der richtige Zeitpunkt. Ich stehe nicht so sehr unter Zeitdruck wie die letzen Male, der Klitzekleine ist doch nun auch gerade mal zwei Jahre alt geworden und ich hatte für mich selber die Sache mit dem Kindergarten auf das das Jahr 2018 geschoben. Er sollte mehr Zeit haben. Zeit die wir halt vorab nicht …

moderne Spielplatzsünden.

Mein Blog. Meine Meinung. Mein Leben.Mutter zu sein in der heutigen Zeit heisst, sich und den anderen Müttern (und Vätern) das Leben unnötig schwer zu machen. Pausenlos sich gegenseitig zu bewerten, zu verurteilen und alles zu glauben was in den hippen In- Büchern und den sozialen Netzwerken zu lesen steht. Gestern stehe ich in der Buchhandlung hier ums Eck. Mit offenem Mund starre ich minutenlang zwei junge Mütter an, die in diversen Büchern nachlesen, ab wann Kinder fangen spielen sollen/ dürfen. Gekauft haben sie das Buch, in dem steht, dass es ok ist, wenn das Kind 7 Jahre alt ist. Vorab können die Kinder das nicht richtig einordnen oder verstehen. Mit 7 Jahren? In meinem Kopf geht es rund:Um Himmels Willen, ich hab mit 2jährigen schon munter hinterherlaufen und fangen gespielt. Mit kitzeln. Geht kitzeln? Was haben ich den anderen 4 Kindern hier angetan? Samstags abends, wenn wir zu Zweit die gesamte Meute durch das Haus gejagt haben, um sie auszukitzeln bevor es ins Bett ging? Nächster Tag. Andere Ecke. Der Kindererlebnisbauernhof. Kinderspielplätze, Waffeln, Tulpen und Tiere. Wir …