Alle unter ersten Jahre verschlagworteten Beiträge

Vom Brei zur Pommes.

Vom Brei zur Pommes. Für uns ein weiter Weg. Der Kleine ist eins der Frühchen, die schlecht essen. Durch die lange Zeit, in der er intubiert war und dazu über die Magensonde ernährt wurde, ist sein Würgereiz sehr ausgeprägt. Da verliert man schnell den Spass am Essen. „Hunger“  kennt das Frühchen nicht, hat er nie gehabt. Ausserdem sind die ersten Erfahrungen, die der Klitzekleine rund um seinen Mund gemacht hat, nicht unbedingt die Schönsten gewesen. Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich schon einmal kurz bei Instagram darüber berichtet, dass das Thema Essen mich sehr beschäftigt. Damals hat der Kleine fast ausschliesslich fertigen Griessbrei zu sich genommen. Alle anderen Versuche ihm irgendwas an Nahrung zu geben war ohne Erfolg. Während andere Kinder in seinem Alter damals bereits am Brötchen knabberten, bei uns absolut undenkbar. Alles musste fein püriert sein, Stücke durften gar keine dabei sein. Und wenn dann doch mal ein Stückchen dabei, dann wurde sich verschluckt und gewürgt. Neue Dinge ausprobieren? Auf keinen Fall. Immer wenn es darum ging, dass der Kleine was essen …

Ich: Angsthase

Seit ich Mutter bin, nein, seit ich das erste Mal wusste, dass ich schwanger bin, habe ich in mir drin diese Angst und die Sorgen. So eine Grundangst um das Wohl des Kindes die immer da ist. Während der ersten Tage auf der Intensivstation mit dem Klitzekleinen, erklärte ein Arzt mir, dass er gut verstehen kann, dass ich Angst habe und mir Sorgen mache, um das Kind im Inkubator vor mir. Meine Antwort damals war: “ Ich hab seit 19 Jahren Angst und mach mir Sorgen um mein Kind. Um jedes meiner Kind.“ Um den ganz Grossen wenn er Nachts mit Freunden unterwegs ist. Ich bin froh, wenn ich weiss, dass er gut wieder daheim angekommen ist. Ich hab Angst um die Mädels, wenn sie morgens zur Bahn gehen. Angst, dass sie wieder verbotenerweise das Handy in der Hand und vor Augen haben und die ankommende Bahn nicht sehen. Der Mittlere fährt mit dem Rad zur Schule, ist auch abends später mit dem Rad auf dem Heimweg…hat er Licht dabei, wird er eventuell angepöbelt? Diese …

easy like sunday morning…

Faul sein. Zeit haben. Den lieben Gott einfach mal einen guten Mann sein lassen. Die Füsse hochlegen. Nix tuen. Oder an Ritualen festhalten? Beim altbekannten Tagesablauf bleiben. Routine und Ordnung geben ja Sicherheit und Kindern ein alles-ok-Gefühl. Und im Urlaub?  Unser erster Urlaub mit dem Frühchen liegt hinter uns. Es gab ein “ ab-an-die-See“- Ok vom Kinderarzt und wir sind los. Mit Sack und Pack und Kindern und Hunden und zwei Wochen Zeit. Ein Ferienhaus und viele Leute, viele Wünsche und Pläne. Dazwischen ein Zweijähriger, dessen erstes Wort nach dem Aufstehen „neeeeeeiiiiin“ ist. Bei dem Kleinen fällt es mir, im Vergleich zu den anderen Kindern, schon per se deutlich schwerer einen strukturierten Tagesablauf hinzubekommen. Irgendwas ist immer und meistens um die Zeit des Mittagessens, des Mittagsschlafs oder am viel zu frühen Morgen. Seit es Arzttermine, Physio oder Elterngespräche im Kindergarten. Bei vier älteren Geschwistern läuft man halt (leider) im Alltag teilweise so mit. Im Laufe der letzten Monate hab ich bemerkt, dass es eigentlich mein Wunsch ist, diese Ordnung und Struktur zu haben. Um Freiräume …

durchfallen & ankommen.

Tests, Entwicklungsstudien, Tabellen und Kurven. Überall wird gemessen, verglichen und geprüft was das Zeug hält. Dauernd wird geguckt, ob die Kinder den Maßstäben entsprechend entwickelt sind.  Und immer wieder wird damit doch auch irgendwie, deine Leistung als Mutter mit geprüft, oder? Mache ich das Richtige und mache ich es oft genug und alles zur richtigen Zeit? Keine Angst, das wird kein Artikel darüber, dass ich solche Kurven, Tabellen und Tests furchtbar finde und darunter leide, dass man mir sagt, wie sehr mein Kind doch nicht in die Norm passt. Dass das so ist, dürfte eigentlich jedem Mitleser hier klar sein. Mein Kind passt in keine Kurve, keine Statistik und wir haben innerhalb des gelben U-Heftes nicht einmal ein Kreuz auf einer Linie – nicht einmal in die Nähe einer Kurve kommen wir. Ich bin schon froh, dass wir überhaupt innerhalb des gesamten Diagramms einen Platz haben. Ist halt kein Durchschnitt dieses Kind. Wenn ich dann Mütter reif geborener Kinder höre oder lese, die sich Gedanken und vor allem Sorgen darüber machen, dass ihr Kind sich …