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Die ersten Male 

Kinder zeigen einem nochmal die Welt, sie öffnen einem die Augen und schärfen  den Blick für das Wesentliche. Jaja. Tausendmal gehört. Und wenn ich ehrlich bin, trotz vier Kindern daheim, soooo zauberhaft und einzigartig habe ich das nie empfunden. Bis mein jüngster Sohn, auf seine ganz eigene Art und Weise, mir gezeigt hat, wie das geht. Wie das geht mit der Wahrnehmung der kleinen Dinge. Was es heißt, bewusst wahr zu nehmen und vor allem die Dinge schätzen, die man sonst einfach als selbstverständlich ansieht. Der erste Schrei, das erste Mal die Stimme meines Kindes hören. Ich habe nach 32 Tagen das erste Mal seine Stimme gehört. Nachdem er extubiert und mit einem kurzen Rachentubus versehen wurde, konnte ich seine Stimme das erste mal hören. Ganz leise, beim känguruhen. “ Was ist das?“, fragte ich die Schwester. „Das ist ihr Sohn. Haben sie ihn noch nie gehört?“ Hatte ich nicht.  Die Töne, die habe ich heute noch im Ohr. Oder der erste Blick in seine Augen. Das war ein Stich in mein Mutterherz. Ich konnte …

Vertrauen.

Brauche ich. Brauchen wir. Und zwar jeden verdammten neuen Tag.  Ich hab mir die Klinik in der Klitzklein liegt ausgesucht. Mein Erstgespräch hatte ich bei der Chefin der Station und zu ihr hatte ich sofort Vertrauen. Bei Ihr war es sofort da. Sie war bei der Erstversorgung meines Sohnes mit dabei und ich war beruhigt als ich sie sah, bevor es losging mit dem Kaiserschnitt. Jetzt sitze ich jeden Tag bei dem Kleinen auf Station. Jeden Tag haben wir 3 „persönliche Assistentinen“ am Inkubator.  Ich glaube mittlerweile haben wir sie alle mal gehabt. Alle sind nett und machen ihren Job gut. Job. Genau. Es gibt Unterschiede, und ich glaube genau die machen es so schwer dort vor Ort. Nicht allen vertraue ich sorglos den Kleinen an. Ich glaube nicht alle wissen, was für eine Belastung dass ist, jemand Fremden das eigene Kind und sein Wohlergehen anzuvertrauen.  Gerade in den ersten Tagen und Wochen, in denen alles neu ist und niemand weiß, wie sich alles weiter entwickeln wird. Wie zerbrechlich dieses Vertrauen dann ist. Kommt sie …